Nicht zu viele Mahnungen

Statistische Untersuchungen in Versandhäusern haben gezeigt, dass der Anteil der Schuldner, die auf vorgerichtliche Mahnungen zahlen, ziemlich konstant ist, gleich ob eine oder mehrere Mahnungen erfolgten.

Eine einfache Überlegung über die Situation beim Schuldner bestätigt dies. Die erste Mahnung deckt die Fälle ab, in denen der Schuldner vergessen hat, zu zahlen. Zahlt er auch nun nicht, so ist fast immer der Grund, dass seine Mittel zur Befriedigung seiner sämtlichen
Verbindlichkeiten nicht ausreichen.

In dieser Lage wird der Schuldner erst auf die letzte Mahnung reagieren, in der gerichtliche oder sonstige Maßnahmen angekündigt werden. Die vorherigen Mahnungen sind aus seiner Sicht nur die Bestätigung, dass dieser Gläubiger einstweilen noch still hält.

Schon wegen des Aufwandes jeder Mahnung, ist deshalb nach unserer Ansicht höchstens eine Mahnung zu empfehlen. Eine zweite bzw. dritte Mahnung sollte deshalb immer extern erfolgen z.B. durch Neckar-Team Kredit-Kontrolle.

Gerade gegenüber gewerblichen Schuldnern ist von zu vielen Mahnungen auch aus dem Gesichtspunkt des Zeitverlustes - nämlich im Verhältnis zu anderen Gläubigern - dringend abzuraten. Bei gewerblichen Schuldnern muss man praktisch immer von der fehlenden Zahlung auf Zahlungsunfähigkeit schließen. Es gibt viele beschönigende kaufmännische Ausdrücke für diesen Zustand, Liquiditätsenge, Liquiditätsschwäche, Zahlungsstockung, natürlich vorübergehend, angespannte Lage und dergl. mehr. Selbst im günstigsten Fall vorübergehender Zahlungsstockung ist dieser Zustand jedenfalls nur einen wirtschaftlichen Herzschlag von der Zahlungsunfähigkeit entfernt.

Wenn der Gläubiger nun längere Zeit, etwa gar Monate, zuwartet, erhöht sich drastisch sein Risiko, vom Schuldner nichts zu erhalten.

Wie man sein betriebliches Mahnwesen organisiert, insbesondere wie man Mahnungen formuliert, hängt im einzelnen sehr von der Branche und der Art der Schuldner (Privatschuldner/gewerbliche Schuldner) ab.

a) Es sollte eine erste schriftliche Mahnung sehr höflich erfolgen mit der Bitte um Zahlungsausgleich für die Rechnung vom....., die nach den Unterlagen des Gläubigers noch nicht ausgeglichen ist. Sie sollte einen konkreten und kurzen (ca. 10 Tage) Zahlungstermin nennen, darauf hinweisen, daß Maßnahmen nach Ablauf der Zahlungsfrist ergriffen werden (z.B. Abgabe an ein Dienstleistungsunternehmen wie Neckar-Team Kredit-Kontrolle).

b) Wichtig ist, dass die angekündigten Maßnahmen dann auch tatsächlich ergriffen werden. Insofern ist in der Tat zu empfehlen, dass als zweiter vorgerichtlicher Mahnschritt bereits ein externes Mahnschreiben durch Neckar-Team Kredit-Kontrolle erfolgt.

Es ist nicht genug zu wissen,
man muss es auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen,
man muss es auch tun (Goethe)

 

Ein systematisches Credit Management trägt dazu bei, dass das Forderungsausfallrisiko sinkt. Gleichzeitig steigt die Qualität der offenen Forderungen und damit die Realisierungsaussichten. Bleiben Rechnungen trotz aller internen Bemühungen im Forderungsmanagement unbezahlt, sollte zügig ein externer Inkasso-Dienstleister wie Neckar-Team  Kredit-Kontrolle eingeschaltet werden. Die Realisierungsaussichten werden mit fortschreitendem Forderungsalter kontinuierlich geringer. Und paralell dazu steigen die Kosten des Forderungseinzuges. So zeigen Auswertungen, dass Gläubiger ab der dritten selbst versandten Mahnung kaum noch Erfolge verzeichnen. Daher sollte der richtige Zeitpunkt für die Übergabe der Forderung an Neckar-Team Kredit-Kontrolle nicht verpasst werden.

Der Einsatz eines externen Dritten führt auf Seiten des Schuldners regelmäßig zu einer erhöhten Zahlungsbereitschaft.

Deshalb empfehlen wir bereits das Debitorenmanagement auszulagern, dadurch werden Inkassomaßnahmen meist hinfällig und somit nicht notwendig.

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